Wohnen, arbeiten & networken

Die Generation Y strebt nach Selbstverwirklichung, das macht sich vor allem im Job bemerkbar, in dem die meist international ausgebildeten Young Professionals individuelle Freiräume einfordern und ständig neue Herausforderungen suchen. Die Work-Life-Balance muss stimmen. Geregelte 9 to 5 Jobs mit festgefahrenen Hierarchien tauschen sie gegen die Aufbruchsstimmung in jungen Startups und bremsen nach der erfolgreichen Projektumsetzung im Sabbatical im Yoga Retreat Center auf Bali frühzeitig die ersten Midlife-Crisis aus. Keinesfalls ist die Generation Y anspruchslos, was sich auch in ihren Wohnvorstellungen bemerkbar macht.

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Raus aus der Studentenbude

Einmal im Berufsleben angekommen, hieß es bisher nichts wie raus aus der verwohnten Studentenbude und rein in die schicke Altbauwohnung, mit möglichst minimalistischer Einrichtung, in der noch Platz zum Denken bleibt. Der Wohntraum platzte dabei allerdings recht schnell aufgrund von angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten und der lästigen langfristigen Bindung an einen Wohnort, die nichtmehr zeitgemäß ist. Für endlose Besichtigungstouren zusammen mit fünfzig weiteren Wohnungssuchenden will heute auch niemand mehr seine kostbare Freizeit verschwenden. Doch einmal fündig geworden, prallen Traum und Realität krachend aufeinander: Nur mit viel Zeit und Aufwand verwandelt sich so ein in die Jahre gekommene Altbau in einen persönlichen Wohntraum. Die Nachfrage nach kurzfristen, stilechten Lösungen für Young Professionals, die auf der ganzen Welt zuhause sind, steigt deshalb rasant in den Metropolen der Welt. Der Traum von der ersten eigenen Wohnung wird abgelöst von neuen attraktiven Wohnformen.

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 Co Living, die Weiterentwicklung von Co-Working

Den Ansprüchen der Young Professionals versuchen in Deutschlands Startup Metropole Berlin gleich mehrere Anbieter von so genannten Co Living Spaces gerecht zu werden, die damit die Ideen von Vorreitern wie dem Rainbow Mansion im Silicon Valley nach Europa überführen. (link: http://www.rainbowmansion.com). Die Bürogemeinschaft wird hier zur Wohngemeinschaft auf Zeit, Leute mit gleichem Mindset und oft internationalem Background treffen in Co Living Spaces aufeinander und profitieren voneinander.

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Mit QUARTERS eröffnete die Medici Living Group einen vollausgestatteten Co Living Space mitten in Berlin, in dem 45 Bewohner großzügig wohnen und arbeiten können. (link: http://www.medici-living-group.com/de/files/PM_MLG-startet-QUARTERS-Berlin-NY.pdf)  Bewerben für eine Mitgliedschaft in der Community kann man sich bequem online. (link: https://goquarters.com/c) Neben den stilvoll möblierten privaten Zimmern der Bewohner gibt es Community Spaces, in denen zusammen gegessen und gearbeitet wird, oder auch mal ein gemeinsamer Filmabend stattfindet. Zum Service von QUARTERS gehört neben einer voll ausgestatteten Küche, ein 24/7 zugänglicher Waschraum und einem Putzservice auch eine App, die über alle anstehende Events informiert und in der man alle Mietangelegenheit mit ein paar Klicks regeln kann. Ausgestattet mit der neusten Smart-Home Technologie und high speed Wlan bleiben kaum noch Wünsche offen. Ein weiterer Co Living Space in New York soll in Kürzer eröffnet werden, weitere sind in Planung.

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In Co Living voneinander profitieren

Dem Gründergeist ein neues Zuhause zu geben, hat sich das selbstorganisierte Co-Living Projekt in Hamburg zum Ziel gesetzt, dass seit gut fünf Jahren existiert. (link: http://coliving-hamburg.de/) Die Vision ist simpel: GründerInnen und junge Kreative leben und arbeiten gemeinsam unter einem Dach und können sich so optimal vernetzen und Ideen austauschen. Zusammen werden auf 180qm im hippen Hamburger Schanzenviertel Visionen und Erfahrungen ausgetauscht. „Gemeinsam mutig sein“ und den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, wird in Hamburg täglich erfolgreich gelebt. Der Co Living Space, mit derzeit fünf BewohnerInnen, ist zugleich Anlaufstelle für die lokale Startup Community und Gäste aus aller Welt, die neue Impulse mitbringen und nur eines von vielen Beispielen für das alternative Konzept, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach zu verbinden.

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Das Modell Co Living Space passt sich den neuen dynamischen Arbeitsbedingungen von Young Professionals an und bietet eine einzigartige Form der Vernetzung. Immer mehr Menschen entscheiden sich deswegen für das Zusammenwohnen, weil sie das kreative Umfeld schätzen, das Potential der globalen Gemeinschaft erkennen und einen Lifestyle teilen. Die innovativen Wohnkonzepte revolutionieren das klassische Wohnen und sind längst in der schnelllebigen digitalen Welt angekommen.

Text: Lina Louisa Krämer

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