„Work hard – party harder“, ein simpler wie genialer Slogan, der gegenwärtig die Work-Life-Balance junger Absolventen in vier Worten zusammenfasst. Seine Erfinder haben damit einen Evergreen der Recruiting-Slogans entwickelt, der passend beschreibt, dass Arbeiten heute mehr ist als 40 Stunden pro Woche in einem muffigen Büro abzusitzen. Aber wieviel Wahrheit steckt wirklich in der verlockenden Aussage? Im Studium werden bekanntlich – neben viel lernen, Klausuren schreiben, Auslandsaufenthalten und Praktika– die Nächte durchgefeiert. Woche für Woche überbieten sich Partyangeboten mit attraktiven Specials für Studierende und keiner möchte auf die Party von Donnerstag bis Sonntag plötzlich verzichten müssen, nur weil der erste Arbeitsvertrag unterzeichnet wurde. Weiterfeiern lautet daher die Devise, mit Ende 20 denken heute nur noch Wenige daran dem Nachtleben abzuschwören. Aber ist es überhaupt möglich, Job und durchzechte Nächte auf Dauer zu vereinbaren? Wir bei 99chairs haben den Selbstversuch gewagt und letzten Freitag eine große Party zu unserem 3. Geburtstag geschmissen. Ganz im Sinne von „work hard – party harder“ haben wir es ordentlich krachen lassen.

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Die Ziele nicht aus den Augen verlieren

„Work hard, party harder“ ist an den bekannten Slogan „work hard – play hard“ angelehnt, der den Leistungsgedanken junge, ambitionierte Manger zusammen fasst. Der gleichnamige Dokumentarfilm von Carmen Losmann dokumentierte 2012 die deutsche Arbeitswelt mit all ihren Schattenseiten. „Work hard – play hard“ portraitiert  „Player“ aus verschiedenen Branchen, die den nächsten Step ihrer Karriere fest im Blick haben und einzig für ihren Job leben. Diese Begeisterung versuchen sie, teilweise verzweifelt, auf ihre Mitarbeiter zu übertragen, um deren Motivation und Leistungspotential zu steigern, koste es was es wollen. Doch dieses Arbeitsmodell, in dem nur die Karriere im Fokus steht und man mit Vierzig von einer fiesen Midlife-Crises umgehauen wird, ist heute überholt.

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Das goldene Mantra der Start-up Branche

In der Start-up Szene wird „work hard – play hard“ heute nur noch müde belächelt, „work hard – party harder“ ist das Mantra, das die Szene dominiert. Es geht nicht mehr nur darum, möglichst schnell Karriere zu machen, sondern darum, dabei noch möglichst viel Spaß zu haben. Arbeitnehmer wollen ihrem Drang nach Selbstentfaltung nachgehen können, sich kreativ austoben und eigenständig arbeiten ohne einen nervigen Chef im Nacken. Und vor allem wollen junge Absolventen ihre Jugendlichkeit noch eine Weile bewahren, bevor der Ernst des Lebens sie früher oder später doch einholt.

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Mein Arbeitsplatz ist mein Wohnzimmer

Als eine Art große Hausgemeinschaft koexistieren Mitarbeiter in Start-ups nebeneinander. Die Kollegen sind für den Großstadtnomaden der Familienersatz auf Zeit, das Büro sein zweites Zuhause in dem längst auch eine Ersatzzahnbürste eingezogen ist. Dafür ist er dann auch gerne bereit, 12 Stunden und mehr im Büro zu verbringen und 24/7 erreichbar zu sein, sollte es mal brennen. Wohnzimmeratmosphäre, tägliches Essen von Lieferdienst und hippe Freigetränke inklusive helfen dabei, ein Wohlfühlambiente zu schaffen. Uns bei 99chairs ist ein freundschaftlicher Umgang extrem wichtig, wir sind davon überzeugt, das sich ein gutes Betriebsklima nur positiv auf die Motivation und Leistung der Mitarbeiter auswirken kann. Sich für Themen begeistern, in einen kreativen Workflow kommen und das junge Unternehmen weiterbringen sind heute wichtiger Ziele als ein Zehnjahresplan der nächsten Karrierestufen, ein Eigenheim, oder die Leasingrate für das neue Auto zu drücken. Fährt doch eh jeder Rad heute, ist viel schneller im Stadtverkehr und zudem ein wesentlich lässigeres Accessoire, dass einen schnell zur nächsten Party bringt ohne lästige Parkplatzsuche.

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Wenn der Meetingraum zum Dancefloor wird

Gerade In der Techbranche ist an Schlaf manchmal nicht zu denken und das nicht, weil It-Nerds für ausschweifende Party-Marathons bekannt sind. Es gibt wahnwitzige Schilderungen von Programmierern aus dem Silicon-Valley, die tagelang nicht schlafen, sondern stattdessen all ihre Energie in ein neues technisches Gadget stecken. Auch in anderen Branchen hauen sich Teams längst die Nächte um die Ohren, um den nächsten Pitch für sich zu entscheiden. Aber trotz des hohen Arbeitspensums denkt niemand daran, auf die Party zu verzichten, die häufig im eigenen Office startet und fatalerweise dort auch manchmal endet. Jeder der schon einmal auf einem eskalierenden Warm-up war, weiß wovon ich rede, da versammeln sich schnell mal hundert Leute, die den Meetingraum kurzerhand zu einem Dancefloor umfunktionieren. „Work hard –party harder“ ist so etwas wie die magische Formel des Lifestyles, der in Star-ups gelebt wird. Für jedes Unternehmen, in dem die Mitarbeiter nur ihre Karriere im Blick haben, sind regelmäßige Parties in den eigene Räumlichkeiten undenkbar, noch dazu Mitarbeiter, die gemeinsam das Nachleben unsicher machen. In Start-ups dagegen gehört das Feierabendbier zum guten Ton, die Kollegen sind ja schließlich auch Freunde und morgens erscheinen alle wieder mehr oder weniger fit zur Arbeit. „Work hard – party harder“ vereint als Slogan den Gedanken, als Team zu funktionieren, auch abseits des Büroalltags. Aus unserer eigenen Erfahrung können wir sagen, dass wir neben viel Arbeit auch gerne als Freunde Zeit miteinander verbringen. Der gemeinsame Feierabend, Parties am Wochenende oder kurz zusammen die Sonne genießen ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die in unseren Arbeitsalltag intergriert ist. Zusammen arbeiten und Leistung abliefern funktioniert bekanntlich besser, wenn man sich gut versteht.

Dass wir als Team auch richtig gute Parties auf die Beine stellen können, haben wir letzten Freitag bewiesen. Freitag und Samstag haben wir übrigens das zweite Quartal geplant – es funktionierte und das sogar sehr gut! Übung macht bekanntlich den Meister. „Work hard – party harder“ – dafür nehmen wir gerne in Kauf weniger zu schlafen, aber mehr zu leben, sei es im Job oder auf dem Dancefloor.

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