In der Spüle stapelt sich das schmutzige Geschirr, im Bad die Wäsche und auf dem Schreibtisch der Papierkram. Der übervolle Kleiderschrank schreit danach ausgemistet zu werden und in den Regalen reiht sich Krimskrams an Schnickschnack. Hat bei euch auch mal wieder das Chaos die Oberhand gewonnen? Ja, für viele von uns ist und bleibt Ordnung halten ein großes Mysterium. Aber kein Grund zu verzweifeln und sich Wäschebergen, Schreibtisch-Chaos und Co. kampflos geschlagen zu geben. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks ist das Ganze nämlich ganz fix und easy wieder in Ordnung gebracht.

1. Weniger ist mehr!

Klingt vielleicht ein bisschen abgedroschen, ist aber so. Was und wie viel man besitzt und somit auch in seinem Zuhause unterbringen muss, sollte sich danach richten, wie viel Platz man in den eigenen vier Wänden überhaupt zur Verfügung hat. Überfüllte Wohnungen versinken nämlich schnell im Chaos. Es gilt die Faustregel: Je weniger Quadratmeter, desto weniger solltet ihr besitzen. Bei jeder Neuanschaffung solltet ihr euch erst einmal fragen: „Brauche ich das wirklich?“Und mal ehrlich: Am Ende braucht es auch gar nicht so viel, um glücklich zu sein.

2. Raus damit!

Eure 60qm Bude steht voller Krimskrams? Dann heißt es jetzt: Ausmisten!!! Braucht es die drölftausend Modemagazine, in die man seit Jahren keinen Blick mehr geworfen hat, wirklich? Und was ist mit der fancy Küchenmaschine, die man noch nie benutzt hat? Am besten ihr legt zwei Termine im Jahr für eine große Ausmistaktion fest. Vielleicht an einem regnerischen, grauen Novembertag oder zum Frühjahrsputz.

Und wie geht man das Ganze dann an? Aufräum-Queen Marie Kondo weiß Bescheid. Mit ihrer Konmari-Methode ist Ausmisten ein Klacks. Hierfür arbeitet ihr euch Kategorie für Kategorie durch eure Wohnung, nehmt euch zum Beispiel erst die Bücher, dann den Kleiderschrank und dann die Küchenutensilien vor. Wichtig dabei: Arbeitet euch von emotional weniger wichtigen Dingen zu den absoluten Lieblingsstücken vor. Hierzu landen alle Sachen einer Kategorie auf einem Haufen. Dann nehmt ihr die Stücke nach einander in die Hand und stellt euch die Frage: „Machst du mich glücklich? Brauche ich dich in meinem Leben?“ Zweifelt ihr, könnt ihr euch fast sicher sein: Das Ding kann weg! „Das könnte ich vielleicht irgendwann noch einmal gebrauchen“ ist nämlich kein überzeugendes Argument! Alles was am Ende bleiben darf, bekommt ein dauerhaftes Zuhause. Kleidungsstücke werden ordentlich gefaltet oder aufgehängt und bekommen im Kleiderschrank einen festen Ort zugewiesen. Genauso verfahrt ihr dann bei allen übrigen Kategorien.

3. Tut Gutes!

Bei einer solch großangelegten Aufräumaktion findet sich bestimmt das eine oder andere guterhaltene Schätzchen, für das man selbst zwar keine Verwendung mehr findet, das anderen jedoch durchaus noch Freude bereiten könnte. Wohltätige Einrichtungen freuen sich über Spenden und unsere abgelegten Sachen finden dankbare Abnehmer. Da fällt es dann auch leichter sich zu trennen.

Vieles lässt sich auch für ein paar Euro auf dem Flohmarkt verkaufen und so ein launiger Nachmittag mit den Freundinnen bringt zudem jede Menge Spaß.

4. Gut verstaut, ist halb gewonnen!

Am Ende gibt es aber wohl auch immer wieder ein paar Sachen, die wir zwar nicht täglich benutzen, von denen wir uns aber nicht trennen mögen, weil sie einen gewissen idealen und emotionalen Wert für uns haben. Die Lieblingsklamotten von früher, die Schuhe, an denen so viele Erinnerungen hängen oder die Vase von der lieben Oma, die aber leider nicht zur Einrichtung passt. Diese Dinge sollten dann gut verstaut werden, um nicht bloß im Weg rumstehen und einzustauben. Geschlossene Kommoden und Schränke bieten sich da ebenso an wie Plastikkisten, die auf dem Dachboden oder im Keller verschwinden – sollte ein solcher denn zur Verfügung stehen. So werden diese Dinge ganz einfach unsichtbar und wir müssen uns dennoch nicht vollkommen von ihnen verabschieden.

5. Ein bisschen Krams darf sein!

An manchen Orten muss eine Wohnung auch nicht immer perfekt ordentlich sein. Manche Dinge lassen sich eben einfach nicht in Kategorien sortieren. Eine Krimskrams-Schublade sei also jedem zugestanden. Hier findet das Sammelsurium an Flaschenöffnern, Feuerzeugen, Gummibändern und Taschentüchern seinen Platz. Und ist die Lade zu, sieht man davon ja auch gar nichts. Aus den Augen aus dem Sinn…

6. Alles auf seinen Platz!

Wir kennen es wohl alle: Man kommt nach Hause, schmeißt die Schuhe in den Flur, die Handtasche auf einen Stuhl und lässt sich erschöpft aufs Sofa sinken. Später will man sich dann zum Essen auf besagten Stuhl setzen und muss erst einmal die Tasche zur Seite räumen und stellt diese auf den Boden. Steht man auf, stolpert man darüber und bringt sie schließlich entnervt in den Flur, wo sie eigentlich hingehört. Clevere Menschen haben sich auch für dieses Problem eine simple Lösung einfallen lassen: Die sogenannte Ein-Handgriff-Regel. Bedeutet: Alles wird sofort und mit einem Handgriff an seinen Bestimmungsort gebracht. Die Jacke kommt an den Haken, die Schuhe in den Schrank und das Buch zurück ins Regal. Das zwingt euch nicht nur alles, was ihr gebraucht habt, wieder an seinen Platz zu legen, sondern auch für Dinge, denen bisher kein bestimmter Ort zugedacht war, einen zu finden.

Ähnlich verfahren auch die Ordnungsexperten von Apartment Therapy. Ihre Methode nennt sich „Completing the Cycle“. Auch hier geht es darum, die Dinge dorthin zurückzubringen, wo man sie gefunden hat und Dinge, die man direkt erledigen kann, nicht auf später zu verschieben. Nach einem DVD-Abend mit Popcorn, Chips und Bier würde man dann die DVD wieder zurück in die Hülle legen und ins Regal stellen, die Fernbedienung an ihren angestammten Platz legen und das dreckige Geschirr abwaschen bzw. in den Geschirrspüler stellen. Kurz: Man schließt den Kreis, in dem man die Wohnung wieder in ihren Originalzustand versetzt. Genauso würde man, nachdem man den Müll rausgebracht hat, einen neuen Müllbeutel in den Eimer hängen oder die Packung Nudeln wieder in den Küchenschrank stellen, nachdem man die gewünschte Menge Nudeln in den Kochtopf gegeben hat.

7. Und wohin damit?

Erstmal durch die ganze Wohnung schlappen zu müssen, um das Waschmittel aus dem unteren Küchenschrank zu holen, um es dann im Bad am anderen Ende des Flurs in die Waschmaschine zu geben, macht kaum Sinn. Dinge sollten immer dort aufbewahrt werden, wo sie auch gebraucht werden. Und schließlich fällt auch das Wegräumen leichter, wenn man nicht erst lange Wege hinter sich bringen muss.

8. Routine macht den Meister!

Ihr werdet sehen, je länger ihr das Ganze durchzieht, desto weniger fühlt es sich nach tatsächlich nach Aufräumen an. Irgendwann geht das Ganze wie von selbst in Fleisch und Blut über und es fällt gar nicht mehr auf, dass ihr die Jacke direkt an den Haken hängt oder das benutze Geschirr in den Spüler stellt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s