Vor einiger Zeit bekamen wir hohen Besuch von Berlin Valley Redakteurin, Anna-Lena und verrieten ihr warum wir uns jetzt mit Büroeinrichtung beschäftigen und was das essenzielle an dieser Thematik ist, denn die Büroeinrichtung ist durchaus seine Mühe wert. Nicht nur um Besuchern und Kunden einen guten Eindruck zu vermitteln, sondern auch als Signalwirkung nach innen.

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Hier geht’s zum Interview:

‚Das Büro gehört zu den Aushängeschildern eines Startups. Doch es geht nicht allein darum, Besuchern und Kunden einen guten Eindruck zu vermitteln. Viel wichtiger ist die Signalwirkung nach innen: auf die Mitarbeiter. Sie verbringen viel Zeit in diesem Büro, und ein sorgfältig nach ihren Bedürfnissen gestaltetes Umfeld drückt Wertschätzung aus – und motiviert. Techies haben andere Bedürfnisse als ein Kreativ-Team. Das sollte beim Einrichten oberste Priorität haben: „Welche Ziele ein Team verfolgt, wirkt sich maßgeblich darauf aus, wie sein Umfeld aussehen muss“, sagt Julia Boos von 99chairs.

Das Startup konzipiert die Inneneinrichtung für Privatwohnungen und seit Kurzem auch für Büroräume. Die Bedürfnisse des Teams definieren die Must-haves für ein Büro. Das können große Schreibtische und Monitore für IT-ler sein, Whiteboards für Kreative oder schallgeschützte Bereiche, damit das Sales-Team telefonieren kann.

Industrial ist gefragt

Dann werden die Eckpunkte des Raumkonzeptes festgelegt: Welcher Stil soll dominieren, und welche Bereiche werden eingerichtet? Der Stil ist eine Frage des Geschmacks. Julia erzählt, im Moment seien skandinavische und Industrial-Themen gefragt. Die Frage nach den Arbeitsflächen ist gleichzeitig eine Frage der Arbeitsphilosophie. Geschlossene Büros scheinen eher Old Economy und gehören gefühlt in verstaubte Behörden und unbewegliche Konzerne. Das kollaborative Großraumbüro passt eher zum Startup.

„In jedes Büro gehören Bereiche für Meetings, für Kreativarbeit und eine Chill-out-Area“, sagt Julia. Besonders der Ruhebereich ist für sie unverzichtbar, damit die Mitarbeiter einen Ort haben, an dem sie ganz klar von der Arbeit abschalten und sich aktiv regenerieren können. Wie dieser Bereich aussieht, ist völlig offen. Das kann die Küche sein, eine einzelne Couch oder ein eigens gestalteter Raum. Mit einem Konzept, dass die Fragen nach den Bedürfnissen, dem Stil und den gewünschten Bereichen beantwortet, kann es an die Möbelauswahl gehen.

Alternative zum Standard

„Eine coole Einrichtung erinnert Mitarbeiter daran, dass sie in einem coolen Unternehmen arbeiten“, sagt Julia. „Obwohl man sich auch an schöne Dinge schnell gewöhnt, lohnt es sich, in sie zu investieren.“ Ein Beispiel ist der Schallschutz. Standard sind graue Schaumstoffmatten und Trennwände. Es gibt aber Alternativen: Schallschutztapeten, Hängepflanzen, Pflanzenwände oder Schallschutzbilder. Für fast alle langweiligen Standards finden sich moderne Lösungen, die zu einem Startup passen.‘

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Zuerst erschienen in Berlin Valley 10/2016.

Photo: ‚Baux‘

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